Professor Hiddemann im Interview zur FL-Behandlung

Die Diagnose Krebs ist für Betroffene zunächst ein Schock – gerade beim follikulären Lymphom, das selten in frühen Stadien entdeckt wird. Meist sprechen die Ärzte schon von einem fortgeschrittenen Lymphom, wenn sie ihrem Patienten die Diagnose mitteilen. Viele Patienten stellen sich unter dem Begriff „fortgeschritten“ ein aggressives Wachstum und schlechte Überlebenschancen vor. Doch das follikuläre Lymphom ist auch in diesem Stadium noch sehr gut therapierbar. Wie die Therapie beim follikulären Lymphom abläuft, erklärt Professor Hiddemann im Interview.

Professor Wolfgang Hiddemann ist Onkologe und Experte auf dem Gebiet der Leukämien und Lymphome. Seine Forschung beschäftigte sich intensiv mit der Entstehung, Entwicklung und Therapie von Lymphomen und Leukämien. Auch in der Behandlung des follikulären Lymphoms hat der ehemalige Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikum der Universität München zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Doch dem Experten ist nicht nur die körperliche Versorgung seiner Patienten ein Anliegen: 1999 gründete er den Verein „lebensmut e. V.“. Dieser unterstützt Menschen mit Krebserkrankungen bei der Bewältigung der Erkrankung und ihren Folgen.

Professor Hiddemann möchte jedoch nicht nur unterstützen, sondern auch aufklären und informieren. Für die Kampagne „Informationen geben Stärke“ teilt er seine Erfahrungen mit dem follikulären Lymphom im Interview. Er erklärt, wie effektiv moderne Therapien gegen das follikuläre Lymphom vorgehen. Außerdem informiert der Experte darüber, wie eine Therapie genau abläuft und wie lange sie dauert. Zusätzlich erhalten Patienten mit follikulärem Lymphom Tipps, worauf sie vor, während und nach der Behandlung achten müssen. Eine gute Nachricht von Professor Hiddemann sei schon vorweg verraten: „Die Wahrscheinlichkeit, ein fortgeschrittenes follikuläres Lymphom fast vollständig zurückzudrängen, liegt bei 90 Prozent“.