Wissenswertes

In dieser Rubrik erhalten Sie wertvolle Informationen rund um die drei Indikationen der Kampagne "Leben mit Lymphom": die chronische lymphatische Leukämie, das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom und das follikuläre Lymphom.   

Das Vertrauen in den Arzt stärken

Das Gespräch mit dem Arzt stellt viele Lymphompatienten vor eine Herausforderung. Oft benötigen sie Zeit, um sich dem Arzt anzuvertrauen und Zeit ist häufig ein knappes „Gut“. Um zu einem effektiven Gesprächsergebnis zu gelangen, tragen viele verschiedene Faktoren bei. Dazu gehören unter anderem, ob alle Fragen des Patienten beantwortet wurden. Denn ein gutes Gespräch ist maßgeblich für eine vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung. 

Für den Arzt gehören Gespräche über Diagnose und Therapien bei Lymphomen zum Arbeitsalltag. Bei Patienten sieht das anders aus: Gerade, wenn es um die Klärung von Unsicherheiten geht, reagiert jeder Patient mit anderen Erwartungen, Zielen und Absichten. Der Arzt muss sich demnach bei jedem Gespräch auf die individuelle Vorstellung und Realität des jeweiligen Patienten einstellen. Was das genau für Sie bedeutet und welchen Standpunkt der Arzt möglicherweise wie und warum vertritt, wird im Folgenden näher beleuchtet.   
 

1. Offenheit ist das A und O!

Wenn Ihnen als Patient eine ganzheitliche Ärztesicht auf Ihre Erkrankung wichtig ist und Sie eine Basis für einen vertrauensvollen Umgang erreichen möchten, sollten Sie sich eines bewusst machen: Seien Sie möglichst offen. Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Gewohnheiten, Lasten, aber vor allem auch Medikamenteneinnahmen, auch in Bezug auf homöopathische oder pflanzliche Präparate. Diese können durch Wechselwirkungen erheblichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen. 

2. Es gibt keine dummen Fragen!

Selbst bei Ängsten und Unsicherheiten – machen Sie sich vor dem Gespräch Gedanken über Ihre eigenen Bedürfnisse und Ziele und sprechen Sie Ihre Anliegen trotzdem an! Bedenken Sie, dass Ihnen eine Begleitperson möglicherweise mehr Sicherheit und Selbstvertrauen gibt, persönliche Dinge anzusprechen. Möglicherweise fällt Ihrer Begleitperson auch eine Frage ein, auf die Sie selbst nicht gekommen wären. 

3. Notizen zur Stütze!

Nervosität und die begrenzte Zeit beim Gespräch können dazu beitragen, dass man schnell hektisch wird, Informationen nicht richtig verarbeitet und Fragen vergisst, die man dringend stellen wollte. Abhilfe schafft hier ein Zettel mit notierten Fragen, die Sie in Ruhe vor dem Termin erstellen und die Ihnen eine Stütze ist. 

Klinische Studien

Gut sortiert zum Arzt

Seit kurzem steht Lymphom-Patienten ein Ordner zur Verfügung, in den Sie unter anderem Ihre persönlichen Arzt-Unterlagen einheften können. Neben Wissenswertem über die Erkrankung, Diagnose und Therapie von Lymphomen finden Sie darin auch Checklisten zur Vorbereitung auf den Arztbesuch. Somit haben Sie alle relevanten Dokumente beisammen. Fordern Sie den Ordner unter folgender E-Mail-Adresse kostenlos an: info@leben-mit-lymphom.de

Washabich.de

„Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe“ – diese Vision hatten die Entwickler von www.washabich.de, einem Internetportal zur Erklärung medizinischer Befunde. Nach fünf Jahren des Bestehens stellt die Plattform mehr als 27.000 medizinische Befunde vor, die in leicht verständliche Sprache übersetzt wurden.

Neben dem Studium oder Beruf engagieren sich Mediziner ehrenamtlich für das gemeinnützige Projekt. Patienten, die mit Befunden in Fachsprache überfordert sind, profitieren von der kostenlosen und anonymen Online-Plattform. Sie erhalten über die Informationen die Möglichkeit, Ihre Therapie bewusst mitzuentscheiden. Umgekehrt werden Ärzte für eine verständliche Kommunikation sensibilisiert und zu guten Kommunikatoren weitergebildet.

Was darf ich einreichen?
Wenn Sie als Patient Schwierigkeiten haben, Ihren Untersuchungsbefund zu verstehen, können Sie diesen sowie Arztbriefe oder einzelne Fachbegriffe den Medizinern vorlegen. Lediglich Gutachten sind von der Einreichung ausgeschlossen. Der Umfang des Dokuments darf nicht größer als zwei DIN-A4-Seiten betragen. Sollte Ihr Befund länger sein, können Sie die wichtigsten Stellen markieren. Auch wenn die Mediziner, die Ihre Unterlagen übersetzen, der Schweigepflicht unterliegen, sollten Sie persönliche Angaben auf Ihrem Dokument schwärzen.

Wie reiche ich meinen Befund ein?
Um einen Befund einreichen zu können, müssen Sie sich zunächst in das „virtuelle Wartezimmer“ setzen. Jeden Morgen ab 7 Uhr wird eine begrenzte Anzahl an Warteplätzen per E-Mail vergeben. Wenn Sie einen solchen Warteplatz bekommen haben, erhalten Sie innerhalb der nächsten Tage einen Link. Hierüber können Sie Ihr Dokument hochladen. Danach dauert es nur wenige Tage bis Sie Ihre Übersetzung erhalten. Die Initiatoren weisen auf der Internetseite darauf hin, dass die übersetzten Befunde nicht das Arztgespräch ersetzen und auch nicht als Zweitmeinung oder Therapieempfehlung zu werten sind.

DVD „Medikamentöse Krebstherapien“ erschienen