Ernährungstipps

Eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und kann zu einem günstigeren Krankheitsverlauf beitragen. 

Die richtige Ernährung

Es ist schwierig, allgemeingültige Ernährungsempfehlungen auszusprechen, die für alle Patienten mit einer Lymphomerkrankung gleichermaßen gelten, da jeder Patient seine eigenen Voraussetzungen mit sich bringt. Ein Lymphom kann zu einer starken Gewichtsabnahme führen, andere Patienten sind eher übergewichtig und haben keinerlei Beschwerden durch die Erkrankung. Andere können als Folge einer Chemotherapie an Übelkeit und Erbrechen leiden.
Ernährungsempfehlungen sind zwar für alle Patienten individuell unterschiedlich. Grundsätzlich kann aber eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung zu einem günstigen Krankheitsverlauf beitragen.

Essen Sie sich satt

„Das schlägt mir auf den Magen!“ Oft sind es die Nebenwirkungen der Chemotherapie oder auch emotionale Belastungen im Rahmen der Erkrankung, die Ihnen den Appetit verderben. Daher ist es ganz besonders wichtig, dass Sie vor allem Lebensmittel essen, die Ihnen wirklich schmecken. Genießen Sie Ihre Lieblingsspeisen und freuen Sie sich darauf.
Wenn Sie Ihren Körper wieder kräftigen möchten, ist bewusstes Essen wichtig. Es fördert die Immun- und Abwehrbereitschaft, verbessert Ihren Ernährungszustand und begünstigt darüber hinaus auch eine bessere Verträglichkeit der Tumortherapie.

Die Leistungsfähigkeit eines gesunden Körpers unterliegt über den Tag ganz normalen Schwankungen. Am höchsten ist sie für gewöhnlich morgens oder am Nachmittag bis zum frühen Abend. Nachts sinkt die Leistungsfähigkeit in der Regel wieder ab. Krebspatienten erleben häufig, dass ihre gewohnten bisherigen Leistungsspitzen über den Tag ausbleiben und auch der Nachtschlaf die Vitalität am Morgen nicht zurückbringt. Für alle körperlichen und geistigen Betätigungen beansprucht der Körper Energie. Auf Dauer verfügt er aber immer nur über so viel Kraft, wie er zuvor an Nahrung aufgenommen hat. Ist die Aufnahme zu gering, muss der Körper auf seine Energiereserven zurückgreifen. Er verbraucht mehr Kalorien, als er aufnimmt – dadurch verlieren Sie an Körpergewicht. In verschiedenen Therapiephasen benötigen Sie teilweise sogar mehr Nährstoffe und Kalorien als zuvor. Ursachen für diesen Mehrbedarf sind mitunter körperlicher und emotionaler Stress oder Fieber. Auf eine Chemotherapie können zudem Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Durchfälle folgen, die einen Gewichtsverlust nach sich ziehen.

Bringen Sie Schritt für Schritt wieder mehr Lebensqualität in Ihren Alltag, indem Sie regelmäßig essen. So versorgen Sie sich konsequent mit Kalorien. Das bedeutet: Ihr Körper muss nicht ständig „auf Pump“ leben und auf wertvolle Energiereserven zurückgreifen.

Frühstücken Sie ausgiebig

Nach einem mehrstündigen Schlaf hat Ihr Körper Kalorien verbraucht. Ein Frühstück liefert Ihnen jetzt die nötige Energiespritze für einen erfolgreichen Start in den Tag. Es ist die wichtigste Mahlzeit, um Stoffwechsel und Kreislauf für den Vormittag in Schwung zu bringen. Eine eiweiß- und kohlenhydratreiche Mahlzeit gibt Ihrem Körper zurück, was er verloren hat. Auch Getränke sind schnelle Powerlieferanten – vor allem solche mit Kohlenhydraten, die schnell ins Blut gelangen.
Zwischen 7 und 9 Uhr hat unser Körper sein Energiehoch. Ein warmes Frühstück in dieser Zeit sorgt für ein gesteigertes Wohlbefinden. Nehmen Sie statt Vollkorntoast lieber helles Toastbrot mit weniger Ballaststoffen, wenn Ihre Magen- oder Darmschleimhaut durch eine Chemotherapie entzündet ist.

Kleine Snacks für zwischendurch

Nehmen Sie lieber viele Mini-Snacks zu sich, als freudlos vor einer größeren Portion zu sitzen: Decken Sie sich für den Tag mit leckeren Kleinigkeiten ein. „Appetithäppchen“ regen die Lust am Essen an und dabei tanken Sie regelmäßig Kraftstoffe. Obendrein vermeiden Sie das eine oder andere Leistungstief.

Wer häufiger isst, fühlt sich frischer: Nahrung versorgt den Körper mit Nährstoffen, wichtigen Mineralien und Vitaminen, stärkt das Immunsystem und verbessert die körpereigenen Abwehrmechanismen. Mehrere kleine Portionen erfordern außerdem weniger Verdauungsarbeit und belasten den Stoffwechsel somit weniger.
Denken Sie auch für unterwegs an Snackreserven, wenn Sie zum Beispiel beim Arzt oder in der Stadt unterwegs sind. Lunchpakete sind schmackhafte Kraftquellen.

Ernährung während der Therapie

Durch die Chemotherapie wird das körpereigene Abwehrsystem beeinträchtigt, sodass Sie infektanfällig sind. Deshalb sollten Sie auch beim Kochen und Essen einiges beachten. Ihr Arzt wird Sie ausführlich über die für Sie am besten geeigneten Ernährungsempfehlungen informieren, hier nur einige Tipps:

  • Verwenden Sie, wenn möglich, frische Zutaten, die gut durcherhitzt bzw. durchgebraten sind. Frisches Gemüse und Tiefkühlgemüse sollten gekocht werden. Braten Sie Fleisch immer gut durch. Kochen bzw. braten Sie Kräuter und Gewürze mit. Verwenden Sie keine aufgewärmten oder warm gehaltenen Gerichte.
  • Auf Frisch- und Rohmilchprodukte sowie Rohmilchkäse sollten Sie verzichten.
  • Fragen Sie den Arzt, wann Sie wieder rohes Obst und Frischgemüse wie Tomaten und Gurken essen dürfen.