Den Alltag gestalten

Menschen mit einer weniger fortgeschrittenen Lymphomerkrankung sind in der Regel fast voll belastbar – es sei denn, dass nach abgeschlossener Therapie noch Allgemeinsymptome wie zum Beispiel Müdigkeit und Abgeschlagenheit bestehen.

Hilfe und Unterstützung

Die Wiederaufnahme Ihres Alltags und Ihrer beruflichen Tätigkeit hängt selbstverständlich von der Art der Tätigkeit und von Ihrer Erkrankung ab. Krankheitsauswirkungen und Folgen Ihrer Therapie können die körperliche Belastbarkeit in manchen Fällen beeinträchtigen.

Erfahren Sie mehr dazu in unseren Broschüren „Hilfen für Arbeitnehmer in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung" und „Hilfen für Krebspatienten  bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz". Viele Krebspatienten benötigen vorübergehend Hilfe bei der täglichen Versorgung im Haushalt oder mit den Kindern. Andere Patienten sind selbstständig tätig oder im Rentenalter und haben Fragen zu ihrer speziellen Situation.

Häusliche Krankenpflege

Die häusliche Krankenpflege ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, die nicht mit den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zu verwechseln ist. Sie muss durch den behandelnden Arzt verordnet und durch die Krankenkassen bewilligt werden. Sie setzt insbesondere voraus, dass keine im Haushalt lebende Person den Kranken im erforderlichen Umfang pflegen kann. Der Haushaltsangehörige, der für die Krankenpflege infrage kommt, muss objektiv in der Lage sein, die Pflege und Versorgung des Patienten tatsächlich zu übernehmen. Darüber hinaus muss die Hilfeleistung auch subjektiv zumutbar sein, was insbesondere bei Kindern und Berufstätigen oft problematisch sein kann.
Die häusliche Krankenpflege kann verschiedene Maßnahmen umfassen:

  • Behandlungspflege, also Maßnahmen, die aufgrund eines ärztlichen Behandlungsplans erforderlich sind, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern (dazu können zum Beispiel Verbandswechsel, Arzneimittelgaben, das Setzen von Injektionen oder die Überwachung von Blutdruck oder Blutzucker gehören),
  • Grundpflege, also Hilfe bei den Grundverrichtungen des täglichen Lebens (zum Beispiel Hilfe bei der Körperpflege),
  • hauswirtschaftliche Versorgung. Hierzu gehören Maßnahmen, die notwendig sind, damit eine Weiterführung des Haushalts möglich ist (zum Beispiel das Einkaufen, die Zubereitung von Speisen, die Versorgung mit sauberer Wäsche und Kleidung oder das Reinigen der Wohnung).

Die häusliche Krankenpflege wird einerseits als sogenannte Krankenhausersatzpflege gewährt, um stationäre Aufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen. Andererseits wird sie in Form der sogenannten Behandlungssicherungspflege gewährt, um die ambulante ärztliche Behandlung durch pflegerische Maßnahmen mit medizinischem Charakter zu unterstützen, was zu einer Verkürzung der Behandlung und einer Verminderung des ärztlichen Aufwands führen soll.

Lesen Sie mehr in unserer Broschüre „Hilfen für Arbeitnehmer in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung".

Hilfen bei der Kinderversorgung

Können die Kinder von Krebspatienten nicht durch den Partner oder andere im Haushalt lebende Personen versorgt werden, besteht die Möglichkeit eines Antrags auf die Gewährung einer Haushaltshilfe bei der Krankenkasse.

Eine Haushaltshilfe kann nicht nur für die Zeit eines Klinikaufenthaltes beantragt werden. Ein Anspruch besteht als ergänzende Leistung auch während einer besonders belastenden Behandlung, wie etwa einer Chemotherapie, auch wenn diese ambulant durchgeführt wird und auch während einer Rehabilitationsmaßnahme. Die Haushaltshilfe umfasst grundsätzlich alle zur Weiterführung des Haushalts erforderlichen Dienstleistungen und geht damit über die hauswirtschaftliche Versorgung hinaus.
Sie erstreckt sich auch auf die altersgerechte Betreuung und Beaufsichtigung von Kindern. Voraussetzung ist, dass im Haushalt ein Kind lebt, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Außerdem muss der Versicherte vor der Inanspruchnahme der Haushaltshilfe den Haushalt selbst geführt und ihn im Wesentlichen selbst erledigt haben.
Kein Anspruch auf eine Haushaltshilfe besteht, wenn eine weitere im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen kann und ihr dies auch "zumutbar" ist. Dabei kann nicht verlangt werden, dass sich der Haushaltsangehörige von einer Berufs- oder Ausbildungstätigkeit beurlauben lässt, um den Haushalt zu führen. Wie weit eine Haushaltshilfe gewährt wird, kann selbstverständlich immer nur im Einzelfall geklärt werden.

Erfahren Sie dazu mehr Details in unserer Broschüre „Hilfen für Arbeitnehmer in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung".

Hilfen für Arbeitnehmer

Die therapeutischen Möglichkeiten bei Lymphomen, CLL und bei Krebs allgemein sind in Deutschland auf einem sehr hohen Stand. Dennoch bringt die Diagnose "Krebs" für fast alle Betroffenen substantielle Unsicherheiten mit sich – auch was die Organisation Ihres Alltags während und nach der Therapie betrifft. Mit den unter untenstehenden Links zum Download angebotenen Broschüren wollen wir Ihnen eine Hilfestellung zu allen Aspekten unseres Sozialsystems und der Bewältigung Ihres Alltags geben.

Broschüre Hilfen für Arbeitnehmer in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung"
Broschüre „Hilfen für Krebspatienten bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz"


Hilfen für Selbstständige

Viele Unternehmer, Handwerker und Angehörige der freien Berufe, wie zum Beispiel Ärzte und Apotheker, Architekten, Künstler sowie Steuerberater arbeiten in selbständiger Tätigkeit. Sie stehen im Fall einer schweren Erkrankung, wie etwa einer Krebserkrankung, in vielen Bereichen nicht unter dem Schutz des Sozialrechts. Die unter untenstehendem Link zum Download angebotene Broschüre will in dieser Situation Hilfestellung geben. Sie erläutert die Grundzüge der privaten Krankenversicherung, gibt Ratschläge, wo im Bedarfsfall Unterstützung zu bekommen ist und enthält Tipps für den Umgang mit den entsprechenden Institutionen und Behörden.

Broschüre „Selbständig und krebskrank? Hilfen zum Umgang mit Krankenversicherungen und Behörden"

Hilfen für Krebspatienten im Rentenalter

Die Mehrzahl der Krebserkrankungen wird ab dem 65. Lebensjahr diagnostiziert. Für die meisten Patienten geht es nach der Diagnose vor allem darum, Krankheitsbeschwerden zu minimieren und eine selbstständige Lebensführung und die damit verbundene Lebensqualität zu erhalten. Moderne Therapieverfahren können Ihnen gerade beim CLL über viele Jahre ein beschwerdefreies Leben ermöglichen.
Vor allem ältere Menschen brauchen aber oft auch Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags. Sie sorgen sich um ihre finanzielle Absicherung, insbesondere für den Fall, dass sie pflegebedürftig werden sollten. Die unter untenstehendem Link zum Download angebotene Broschüre soll Ihnen helfen, Ihre Rechte als älterer Krebspatient zu kennen und wahrzunehmen und Ihnen eine Hilfestellung über Ihre Absicherung in unserem Sozialsystem bieten.

Broschüre „Hilfen für Krebspatienten im Rentenalter zum Umgang mit Krankenkassen, Ämtern, Versicherungen und Behörden"