Das Immunsystem stärken trotz Lymphom

Unser Immunsystem übernimmt die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien und Viren. So sind wir vor Eindringlingen von außen meist gut geschützt. Doch gerade Lymphompatienten sollten bestimmte Dinge über ihr Immunsystem wissen.

Das Immunsystem ist der Abwehrmechanismus, der den ganzen Körper gesund erhalten soll. Deshalb ist das Immunsystem nicht auf einzelne Bereiche begrenzt: Haut und Schleimhäute stellen die äußere Schutzbarriere des Körpers dar, spezielle Immunzellen kümmern sich um die Abwehr im Körperinneren. Sie können Gifte unschädlich machen und Eindringlinge entsorgen. Doch sie wirken nicht nur gegen körperfremde Gefahren: Das Immunsystem kann auch körpereigene Zellen eliminieren, die unkontrolliert wachsen wie Krebszellen. Allerdings können auch Immunzellen selbst erkranken, wie es bei Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) der Fall ist.

Immunstimulierende Therapien: Bei Lymphomen ungeeignet

Bei vielen Krebsarten hilft es, das Immunsystem zu stärken: So kann es den Krebs besser bekämpfen. Deshalb greift man oft zu Therapien, die das Immunsystem stimulieren, wie die sogenannte Zytokintherapie. Hier nutzt man Botenstoffe, die das körpereigene Immunsystem selbst verwendet, um Immunzellen zu aktivieren. Dadurch lässt sich, wie Studien belegen, die Körperabwehr anregen, lenken oder wieder stärken. Im Falle eines NHL hieße diese Stärkung jedoch eine Stärkung des Lymphoms und das könnte das Tumorwachstum beschleunigen. Deshalb raten Spezialisten bei Lymphomen von einer solchen Immunstimulierung ab.


Den Körper sanft unterstützen

Auch zu vermeiden ist der Einsatz immunstimulierender Naturpräparate: Darunter fallen zum Beispiel Mistel-, Thymus- oder andere Therapien mit Heilkräutern. Deren Wirkung ist zwar nicht eindeutig belegt, jedoch wäre diese bei Lymphomen nicht hilfreich. Das heißt aber nicht, dass Lymphompatienten ihr Immunsystem gar nicht unterstützen dürfen. Auch sie können ihrem Körper durch gesunde und ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen Gutes tun. Zusätzlich kann viel Bewegung oder ein moderates Training nach Absprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden, um den Körper gerade bei Kälte vor Viren und Bakterien zu schützen.