Therapie im frühen Stadium

In einem frühen Stadium wird die Strahlentherapie empfohlen. Erfahren Sie hier nähere Informationen zur Therapie sowie zu möglichen Nebenwirkungen.  

Strahlentherapie bei FL

Wird das follikuläre Lymphom frühzeitig diagnostiziert, folgt normalerweise eine Strahlentherapie, die gute Heilungschancen bietet. Eine Strahlentherapie ist bei einem frühen Stadium (Stadium I oder II) des follikulären Non-Hodgkin-Lymphoms in der Regel die erste Wahl. Mit dieser Therapie ist in einem frühen Stadium eine Heilung der FL möglich.

 
Ionisierte Strahlen (zum Beispiel Röntgen- oder Elektronenstrahlen) hindern die Tumorzellen daran, sich zu teilen und zu vermehren. Die Strahlentherapie macht sich zunutze, dass Tumorzellen empfindlicher auf solche Strahlen reagieren als gesunde Zellen. Meist konzentriert sich die Bestrahlung gezielt auf eine Körperregion, die besonders von Tumoren betroffen ist. Für gewöhnlich wird die Strahlentherapie über drei bis vier Wochen verteilt, was wirkungsvoller als eine einmalige Bestrahlung ist und zudem gesunde Körperzellen schont.

Welche Nebenwirkungen hat die Strahlentherapie bei FL?

Die Nebenwirkung der Strahlentherapie hängt von der Dosierung, der Eindringtiefe und Anzahl der applizierten Einzeldosen ab. Außerdem davon, ob der ganze Körper oder nur einzelne Regionen bestrahlt wurden. Trotz sorgfältiger Therapieplanung lassen sich Nebenwirkungen der Strahlentherapie nicht immer vermeiden.

Strahlentherapie beim FL

Röntgen oder Elektronenstrahlen hindern Tumorzellen daran, sich zu teilen und zu vermehren. Eine Strahlentherapie beim follikulären Non-Hodgkin-Lymphom dauert gewöhnlich drei bis vier Wochen.

Zu den häufigsten unerwünschten Begleiterscheinungen zählen Störungen im Magen-Darm-Trakt, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, "Strahlenkater“ mit Müdigkeit und grippeartigen Beschwerden sowie Geschmacksstörungen oder erhöhte Infektanfälligkeit. Auch durch eine Strahlentherapie können in seltenen Fällen bis Jahrzehnte später Zweittumore entstehen.

Falls die Bestrahlung in der Leistengegend notwendig ist, kann die Strahlung die Keimzellen (Ei-und Samenzellen) beeinträchtigen. Deshalb ist es wichtig, dass während der Therapie empfängnisverhütende Maßnahmen eingesetzt werden, um eine mögliche Schwangerschaft zu verhindern. Wie lange dies erfolgen muss, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Sollten Sie einen Kinderwunsch haben, sollten Sie Ihren Arzt fragen, ob die Therapie möglicherweise zur Zeugungsunfähigkeit führt. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, ob und wie man entsprechend vorsorgen kann, indem man z. B. vor der FL-Therapie Spermien oder Eizellen einfrieren lässt.

Hier wurden die häufigsten und typischen Nebenwirkungen der Strahlentherapie bei FL aufgeführt. Die Zusammenstellung ist nicht vollständig. Bitte informieren Sie sich zu Risiken und Nebenwirkungen in der Gebrauchsanweisung (Packungsbeilage) des jeweiligen Medikaments und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Noch mehr Informationen

Erfahren Sie hier alles rund um die Therapie im fortgeschrittenen Stadium des follikulären Lymphoms (FL)