Therapie bei einem FL-Rückfall

Wenn das FL erneut auftritt, ist dies sicherlich ein Rückschlag, jedoch kein Grund zum Verzweifeln. Generell haben sich hierfür die therapeutischen und diagnostischen Möglichkeiten in den letzten Jahren stark verbessert. Wie es nun medizinisch weitergeht, sollte eine gemeinschaftliche Entscheidung zwischen Ihnen und Ihrem Arzt sein.

Wie sie mit einem Rückfall ihrer Erkrankung umgeht, erzählt Susanne M. in diesem Clip

Wie bei der Erstdiagnose kann die Entnahme und Untersuchung eines Lymphknotens folgen. Nun wird untersucht, ob es sich immer noch um ein FL handelt oder ob es sich in ein aggressives Lymphom umgewandelt hat. Dies geschieht aber nur bei etwa drei Prozent aller Patienten. Wenn das FL erneut behandlungsbedürftig ist, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen, welche Behandlungsstrategie in Ihrem Fall den besten Erfolg verspricht.

Je nach aktuellem Gesundheitszustand und der bisherigen Behandlung kann beim Wiederauftritt des FL erneut eine Immunchemotherapie durchgeführt werden. Dabei ist aber der Zeitraum, nach dem das FL wieder aufgetreten ist, entscheidend.

Hier wird in der Regel wieder eine Immunchemotherapie eingesetzt. Diese setzt sich aus dem gleichen Antikörper aus der vorherigen Therapie und gegebenenfalls einem anderen Zytostatikum (= Chemotherapie) zusammen. Ist diese Therapie erfolgreich beendet, wird danach wieder eine Erhaltungstherapie mit diesem monoklonalen Antikörper empfohlen.

 

Rückfall innerhalb von drei Jahren nach dem Beginn der Erstbehandlung

Sollten Sie innerhalb dieser drei Jahre einen Rückfall erleiden, dann haben Sie nicht auf den Antikörper der Standard-Kombinationstherapie angesprochen. Dann gibt es mögliche folgende Therapieansätze:

  • Immunchemotherapie aus einem anderen Antikörper sowie dem gleichen oder einem anderen Zytostatikum (= Chemotherapie) und einer Erhaltungstherapie mit diesem Antikörper
  • Mono-Chemotherapie (eine andere Chemotherapie wird allein gegeben)

Bei einem dritten Rückfall kann es zum Einsatz von Signalwegehemmern kommen. In Einzelfällen kann bei jungen, chemotherapiesensiblen Patienten mit einem guten Allgemeinzustand eine autologe Stammzelltransplantation (körpereigen) in Erwägung gezogen werden. Diese Therapie ist aber kein Standard.

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