Zeit für Zärtlichkeit

In Zeiten einer Lymphomerkrankung scheint es für viele ganz absurd über das Thema Sexualität nachzudenken, geschweige denn mit jemandem darüber zu sprechen. Im Laufe des Lebens verändert sich das sexuelle Bedürfnis, in manchen Lebensphasen schwindet es zum Teil gänzlich.

Wenn die Therapie den Alltag einnimmt und nur noch wenig Vertrautes und viel Neues hinzukommt, muss sich der Körper, aber auch der Geist mit den neuen Gegebenheiten arrangieren. Ängste können in solchen Zeiten viel Raum einnehmen und das Lustempfinden stören. Die Therapie kann äußere Veränderung nach sich ziehen, wie zum Beispiel Haarverlust. Das Selbstbewusstsein kann dadurch stark beeinträchtigt sein. Versuchen Sie ein Gespür für das Verhalten Ihres Partners zu entwickeln, um besser auf die Bedürfnisse eingehen zu können.

Die Nähe des Partners

Die sexuellen Bedürfnisse Ihres Partners können bei einer Lymphomerkrankung aus vielen Gründen anders sein als gewohnt. Oft ist körperliche Nähe und Zärtlichkeit nach der Diagnose wichtiger.

Wenn die Therapie den Alltag einnimmt und nur noch wenig Vertrautes und viel Neues hinzukommt, muss sich der Körper, aber auch der Geist mit den neuen Gegebenheiten arrangieren. Ängste können in solchen Zeiten viel Raum einnehmen und das Lustempfinden stören. Die Therapie kann äußere Veränderung nach sich ziehen, wie zum Beispiel Haarverlust. Das Selbstbewusstsein kann dadurch stark beeinträchtigt sein. Versuchen Sie ein Gespür für das Verhalten Ihres Partners zu entwickeln, um besser auf die Bedürfnisse eingehen zu können.

Geben Sie sich Zeit

Ob als Betroffener oder als Angehöriger – trauen Sie sich zu sagen, was Sie fühlen und welche Bedürfnisse Sie haben. Aber auch, was Sie gerade überhaupt nicht möchten. Vielen Lymphomerkrankten ist Zärtlichkeit im Alltag und die Nähe des Partners wichtiger als Sex. Für Angehörige gilt: Geben Sie Ihrem Partner Zeit, um mit den körperlichen und seelischen Veränderungen zurechtzukommen. Ihre Bedürfnisse werden sich wieder aufeinander abstimmen. Setzen Sie Ihren Partner und auch sich selbst nicht unter Druck.

Suchen Sie die Schuld nicht bei sich

Seien Sie nicht gekränkt, wenn Ihr Partner jetzt kaum sexuelle Bedürfnisse hat. Er braucht seine Kräfte, um sich mit der Erkrankung auseinander zu setzen und die Therapie gut durchzustehen. Auch nach der Behandlung zeigen viele Betroffene eine Zeit lang nur geringes oder gar kein sexuelles Interesse, weil sie befürchten, für den Partner nicht mehr so attraktiv zu sein oder auch, weil die Behandlung zu entsprechenden Nebenwirkungen geführt hat. Oft nehmen die sexuellen Bedürfnisse wieder zu, wenn die Therapie abgeschlossen ist und Ihr Partner sich nach und nach besser fühlt. Fragen Sie einfühlsam und ohne Druck auszuüben, wie viel Nähe und Zärtlichkeit sich Ihr Partner wünscht und fühlen Sie sich durch seine Antworten nicht zurückgewiesen. Geben Sie sich Zeit – es kann etwas dauern, bis die körperlichen Bedürfnisse beider Partner nach der Erkrankung wieder aufeinander abgestimmt sind.

Finden Sie einen gemeinsamen Weg

Finden Sie für sich heraus, in welchen Situationen Sie sich gut und wertgeschätzt fühlen. Dabei wird Sexualität in jeder Beziehung individuell definiert und hat bei jedem Menschen einen anderen Stellenwert. Wichtig ist, dass Sie und Ihr Partner einen gemeinsamen Weg finden. Hören Sie auf Ihren Bauch und auf Ihr Herz. Sollten Sie starke Ängste hegen und unsicher sein, wie Sie am besten vorgehen, nehmen Sie die Gelegenheit wahr und sprechen Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens. Er kann Ihnen auch bei intimen Fragen weiterhelfen.