Wie gehen wir mit Ängsten um?

Die Diagnose Lymphom schürt zunächst Ängste – beim Betroffenen, aber auch bei den Angehörigen. Sprechen Sie Ihre Sorgen offen an und setzen Sie sich gemeinsam damit auseinander.

Eine Lymphomerkrankung verändert das Denken und Fühlen aller Beteiligten. Es ist ganz klar, dass sich Ihr Partner nach einer so schweren Krankheit immer wieder mit Ängsten auseinandersetzen muss. Manchen fällt es leichter, darüber zu reden, andere machen eher alles mit sich selbst aus. Entwickeln Sie ein Gespür dafür, was Ihr Partner gerade braucht, oder fragen Sie ihn danach. Vermeiden Sie es, ständig gute Ratschläge zu geben, nach dem Motto „Du musst jetzt unbedingt positiv denken“ oder „Hör auf, Dich verrückt zu machen“. Oft ist es besser, einfach nur aufmerksam zuzuhören, ohne gleich Lösungen anzubieten.

Ängste und Sorgen aussprechen

Ängste gehören leider zu einer Krebserkrankung. Oft ist es wichtiger zuzuhören als Ratschläge zu geben, und auch Sie dürfen Ihre Sorgen und Ängste aussprechen.

Versuchen Sie auch nicht, Ihre eigenen Ängste krampfhaft zu verbergen und immer „stark“ zu sein. Es ist sinnvoll, wenn der Betroffene erfährt, dass Sie sich ebenfalls immer wieder Sorgen machen. Es kann zu großer Nähe und einem starken „Wir-Gefühl“ führen, wenn Sie auch mal gemeinsam weinen.

Ihr Partner hat sich verändert

Natürlich werden die Ängste nachlassen und die Lebensfreude zunehmen, wenn die Therapie erfolgreich verlaufen ist, die Kräfte zurückkehren und die Nachsorgeuntersuchungen gut ausfallen. Doch viele Menschen betrachten nach einer Krebserkrankung die Welt mit anderen Augen, verändern ihre persönliche Werteskala und setzen neue Prioritäten. Offene Gespräche können hier das Verständnis für Ihren Partner und seine Sichtweise fördern.

Einfluss der Erkrankung auf die Psyche: Auch bei einer erfolgreichen Behandlung des Lymphoms ist es möglich, dass sich Patienten durch die Erfahrung einer Krebserkrankung dauerhaft ändern.