Lymphom - wie geht Ihr Partner damit um?

Wahrscheinlich müssen Sie sich mit starken Gefühlen wie Angst, Verzweiflung, Trauer, Wut oder Unsicherheit auseinandersetzen. Oder Sie wissen nicht genau, wie Sie sich Ihrem erkrankten Partner gegenüber am besten verhalten sollen. Wir möchten Ihnen in dieser schwierigen Situation mit einigen Informationen und Tipps zur Seite stehen.

Die Diagnose „Krebs“ stellt für die meisten Menschen eine so große Bedrohung dar, dass sie Wege finden müssen, um mit der seelischen Belastung irgendwie fertig zu werden. Manche Patienten ziehen sich ganz in sich zurück, meiden Gespräche über die Erkrankung oder verleugnen die Krankheit und ihre Symptome. Andere geben am liebsten alle Verantwortung ab und verhalten sich passiv und hilflos. Und schließlich gibt es Krebspatienten, die gereizt und wütend reagieren oder die Schuld für ihre Erkrankung bei anderen suchen.

Bewältigungsstrategien

Die Bewältigungsstrategien von Menschen mit der Diagnose Lymphom sind für ihre Partner und Angehörigen oft belastend. Das Wichtigste: Reagieren Sie nicht gekränkt und lassen Sie dem Betroffenen Zeit.

Diese Verhaltensweisen helfen dem Betroffenen, die seelische Belastung zu verarbeiten – für Sie als Partner oder Angehörigen können diese Bewältigungsstrategien allerdings ganz schön strapaziös sein. Machen Sie sich klar, dass sich das Verhalten des Erkrankten nicht gegen Sie persönlich richtet, sondern Ausdruck seiner Angst und Hilflosigkeit ist. Reagieren Sie möglichst nicht gekränkt oder wütend und lassen Sie ihm Zeit. Wenn er sich sicherer fühlt, lassen auch seine negativen Gefühlsäußerungen nach.