Die Strahlentherapie begleiten

Bei Ihrem Angehörigen wurde ein Lymphom festgestellt. Jetzt soll er mit einer Strahlentherapie beginnen oder hat sie schon begonnen. Auch Sie stellen sich sicher einige Fragen: Was passiert eigentlich bei einer Strahlentherapie? Wie läuft sie ab und welche Nebenwirkungen können auftreten? Und wie kann ich jemanden, der sich einer Bestrahlung unterzieht, bestmöglich unterstützen?

Die Strahlentherapie wird beim follikulären Lymphom (FL) in frühen Erkrankungsstadien genutzt. Auch bei einigen Patienten mit diffusen großzelligen B-Zell-Lymphomen (DLBCL) kommt sie ab einer bestimmten Lymphom-Größe zum Einsatz. Eine Strahlentherapie dauert etwa drei bis vier Wochen und kann meist ambulant durchgeführt werden. Um das Gewebe zu schonen, wird die Therapie auf mehrere Therapiesitzungen aufgeteilt.

Wie läuft eine Strahlentherapie ab?

Bei einer Strahlentherapie kommen ionisierte Strahlen, zum Beispiel Röntgen- oder Elektronenstrahlen, zum Einsatz. Diese Strahlen werden dann gezielt in der Körperregion angewandt, in der sich der Tumor befindet. Tumorzellen reagieren empfindlicher auf Bestrahlung als gesunde Körperzellen und werden daran gehindert zu wachsen und sich zu teilen. Auch gesunde Zellen werden durch eine Bestrahlung geschädigt. Im Gegensatz zu den Krebszellen verfügen sie aber über Reparaturmechanismen und können sich wieder erholen.

Wie kann ich Unterstützung bieten?

Bieten Sie Ihrem Angehörigen besonders beim ersten Termin an, ihn zu begleiten. Den meisten Menschen hilft schon eine moralische Unterstützung. Die Strahlentherapie kann Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, einen sogenannten Strahlenkater mit Müdigkeit und grippeartigen Beschwerden und auch eine erhöhte Infektanfälligkeit auslösen. Auch hier können Sie unterstützen: Erkundigen Sie sich regelmäßig nach dem Befinden und entlasten Sie, wo es möglich ist. Bieten Sie zum Beispiel in Phasen mit starken Nebenwirkungen an, dass Sie Aufgaben im Haushalt oder die Kinderbetreuung übernehmen können. Besonders Krebspatienten brauchen das Gefühl, dass Sie nicht die Kontrolle über ihr eigenes Leben verlieren. Deshalb bevormunden Sie nicht, aber signalisieren Sie: „Ich bin für Dich da, wenn Du mich brauchst!“

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