Den Alltag neu organisieren

Eine Lymphomerkrankung verändert Ihren Alltag: Arztbesuche und Behandlungstermine kosten Zeit. Zudem ist Ihr Partner während der Therapie womöglich nicht so belastbar. Wenn Sie sich gemeinsam neu organisieren, können Sie die alltäglichen Aufgaben in Haushalt und Familie besser bewältigen.

Durch die Erkrankung und die Behandlung ist Ihr Partner wahrscheinlich geschwächt. Auch wenn er immer sehr aktiv war, wird er jetzt Ihre tatkräftige Hilfe benötigen. Übernehmen Sie im Alltag Aufgaben für ihn, die er im Moment nicht selbst erledigen kann. Ist ein Klinikaufenthalt notwendig, achten Sie auch hier auf seine Bedürfnisse. Doch überprüfen Sie regelmäßig kritisch, ob Sie vielleicht zu überfürsorglich sind.

Entlasten, aber nicht alles abnehmen

Im Alltag fallen zahlreiche Aufgaben an, die weiterhin erledigt werden wollen. Fehlt Ihrem Partner die Kraft, seine bisherigen Pflichten zu erledigen, müssen die Aufgaben in der Familie neu verteilt werden. Überlassen Sie Ihrem Partner weiterhin für ihn machbare Aufgaben und beziehen Sie ihn wie gewohnt in Entscheidungen innerhalb der Familie mit ein. So empfindet er sich als dazugehörig und das Gefühl, einen Teil der Haus- und Familienarbeit leisten zu können, stärkt sein Selbstwertgefühl. Zudem werden dadurch auch Sie entlastet.

In der Klinik

In der Regel wird die Lymphombehandlung ambulant durchgeführt, das heißt Ihr Partner muss nur für die Zeit der Infusionen in die Klinik oder niedergelassene Praxis kommen. Wird eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich, braucht Ihr Angehöriger Ihre Unterstützung ganz besonders. Achten Sie aber auf die Bedürfnisse Ihres Partners und fragen Sie nach, wie oft und wie lange er besucht werden möchte. Häufig brauchen Krebspatienten viel Schlaf und Ruhe, um wieder zu Kräften zu kommen. Informieren Sie weitere Familienmitglieder und Freunde darüber, ob Ihr Partner sich über Besuche und Anrufe freut oder ob ihn das momentan zu sehr anstrengt.

Tipps für Angehörige

Unterstützung während eines Klinikaufenthalts durch Besuche und Mitbringsel ist wichtig und notwendig – achten Sie auf die speziellen Bedürfnisse Ihres Partners.

Erkundigen Sie sich, über welche Mitbringsel sich Ihr Partner freuen würde. Blumen sind auf hämatologisch-onkologischen Stationen wegen der möglichen Infektionsgefahr oft nicht erlaubt. Doch wie wäre es mit einer interessanten Zeitschrift, einem Hörbuch oder auch etwas Leckerem zu essen?