Angehörige von Lymphompatienten

Als Angehöriger möchten Sie den Lymphompatienten sicher in allen Lebensbereichen unterstützen und zur Seite stehen. Wichtig ist, dass Sie sich dabei nicht überfordern. Gehen Sie achtsam mit sich um und gönnen Sie sich auch Zeit für Ihre Bedürfnisse.

Menschen, die einen krebskranken Angehörigen betreuen, stellen eigene Wünsche oft in den Hintergrund und verlieren ihre eigenen Bedürfnisse aus den Augen. Den Gedanken, etwas für sich selbst tun zu wollen, empfinden sie in dieser Situation vielleicht als egoistisch. Doch die körperlichen und seelischen Belastungen einer solchen Betreuung sind oft sehr kräftezehrend. Jetzt ist es besonders wichtig, dass Sie achtsam mit sich umgehen und mit Ihren Kräften haushalten. Denn nur wenn Sie ausgeglichen und belastbar sind, können Sie sich um Ihren erkrankten Partner kümmern.

Bewahren Sie Ihre Kräfte

Um Überlastungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie Ihre körperlichen, aber auch seelischen Grenzen respektieren. Anzeichen wie Gereiztheit, Schlaflosigkeit oder Nervosität sollten Sie ernst nehmen. Bitten Sie Freunde oder Verwandte darum, Ihnen Aufgaben abzunehmen und schaffen Sie so etwas Freiraum für Ihre Bedürfnisse. Planen Sie feste Auszeiten ein, in denen Sie weiterhin Ihren Hobbys nachgehen oder Freundschaften pflegen können. Sollten Sie das Gefühl haben, der Belastung nicht mehr gewachsen zu sein, scheuen Sie sich nicht davor, professionelle Hilfe anzunehmen. Unterstützung können Sie auch in einer Selbsthilfegruppe finden.

Gönnen Sie sich etwas Schönes!

Sie werden Ihren Partner mit Sicherheit besser unterstützen können, wenn Sie sich selbst ab und zu etwas Gutes tun. Nehmen Sie die Hilfe von Freunden und weiteren Familienmitgliedern in Anspruch und gönnen Sie sich etwas: Planen Sie eine Wanderung in schöner Natur, gehen Sie mit Freunden essen oder ins Konzert. Nur wenn Sie selbst physisch und psychisch bei Kräften bleiben, können Sie Ihrem Partner die Unterstützung geben, die er braucht.