Symptome bei chronisch lymphatischer Leukämie

Die CLL macht sich sehr unterschiedlich bemerkbar. Ein Viertel der Patienten hat zum Zeitpunkt der Diagnose überhaupt keine Beschwerden. Erste Krankheitszeichen treten häufig in Form von schmerzlosen Lymphknotenschwellungen auf.

Vergrößerte Lymphknoten kommen sehr häufig vor. Meistens sind die Lymphknoten im Halsbereich,  der Achselhöhle und der Leistenregion betroffen. Bei manchen Patienten kommt es zu einer Vergrößerung von Milz oder Leber, was ein Druckgefühl oder Schmerzen hervorrufen kann.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es darüber hinaus zu Symptomen wie verminderte Leistungsfähigkeit und Müdigkeit, die Sie von harmlosen Erkrankungen kennen. Die sogenannten B-Symptome beinhalten Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Diese Beschwerden sind die Folge der rasch zunehmenden Tumorzellmasse und einer Störung bzw. Beeinträchtigung des blutbildenden Systems und des Immunsystems. Durch die Störung des Immunsystems können Infektionen gehäuft auftreten.

Am Beginn der CLL stehen oft gar keine Beschwerden. Geschwollene Lymphknoten, die keine Schmerzen verursachen, sowie Müdigkeit, Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust sind die häufigsten Symptome. Zusätzlich treten häufig Infekte auf.

Diagnose der chronisch lymphatischen Leukämie

Die Untersuchungsmethoden auf eine mögliche CLL sind schmerzlos und können ambulant durchgeführt werden. Ausschlaggebend zur Diagnose sind eine körperliche Untersuchung und vor allem Blutuntersuchungen.

Ihr Arzt wird sich, nach einem ausführlichen Gespräch, bei der körperlichen Untersuchung auf vergrößerte Lymphknoten konzentrieren. Dabei werden Achselhöhlen und Leisten sorgfältig abgetastet, bei der Untersuchung des Bauches achtet der Arzt darauf, ob Milz oder Leber geschwollen sind. Wenn anschließende Blutuntersuchungen den Verdacht auf CLL ergeben, wird Ihr Hausarzt Sie an einen Leukämie-Experten, einen Hämatologen, überweisen.

Durch Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchungen kann die Diagnose weiter abgesichert werden und es ist möglich zu beurteilen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Dementsprechend kann das Krankheitsstadium festlegt werden. Das Stadium wird bei der Entscheidung herangezogen, ob und welche Therapiemaßnahmen erforderlich sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Erfassung der Krankheitsgeschichte (Anamnese)
  • Körperliche Untersuchung
  • Basis-Bluttests
  • Spezielle Blutuntersuchungen
  • Röntgenbild
  • Ultraschall

Krankheitsstadien und Verlauf der chronisch lymphatischen Leukämie

Um Ihr Krankheitsstadium zu bestimmen, wird die CLL in Stadien eingeteilt. Diese Stadieneinteilung hilft dem Arzt zu beurteilen, wie weit sich die Erkrankung ausgebreitet hat und ob mit einer Therapie begonnen werden muss.

Das in Europa vorwiegend verwendete System wurde von dem französischen Arzt Binet aufgestellt. Es unterscheidet drei Stadien und berücksichtigt den Befall des lymphatischen Systems und die Beeinträchtigung der normalen Blutzellbildung. Das Stadium A gilt in der Regel als frühes Stadium der Erkrankung. B und C gelten als fortgeschrittene Stadien.

Binet-Stadium Merkmale
A Weniger als 3 befallene lymphatische Regionen, keine Blutarmut, keine Verminderung der Blutplättchen.
B 3 oder mehr befallene lymphatische Regionen, keine Blutarmut, keine Verminderung der Blutplättchen.
C Vorliegen einer Blutarmut oder einer verminderten Blutplättchenzahl, Anzahl der befallenen lymphatischen Regionen spielt keine Rolle.

Bei den meisten Patienten verläuft die CLL langsam bis mäßig schnell und verursacht in den ersten Jahren keine Beschwerden. Ein rasch fortschreitender Verlauf ist selten. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob "Ihre" CLL aktuell behandlungsbedürftig ist. Sofern dies der Fall ist, stehen heute eine Reihe moderner Therapieverfahren wie z.B. die Antikörpertherapie + Chemotherapie zur Verfügung, mit denen sich die CLL zurückdrängen und das Fortschreiten der Erkrankung verzögern lässt.

Die Einteilung in Stadien hilft der Beurteilung, ob mit einer Therapie begonnen werden muss. Auch wenn das der Fall ist: Moderne Therapieverfahren können Ihnen über viele Jahre ein beschwerdefreies Leben ermöglichen.